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Datum: 16.03.2020

Corona: Keine Gefahr für das Trinkwasser

In diesen Tagen steht unsere Welt Kopf.

Das Vertrauen in viele Dinge des täglichen Lebens wird auf eine harte Probe gestellt.

Die Qualtität unseres Trinkwasser leidet aber nicht unter der Corona-Pandemie.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat zur Frage, ob Trinkwasser eine mögliche Infektionsquelle für die Übertragung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 darstellt, am vergangenen Donnerstag eine Stellungnahme veröffentlicht.

Fazit: Nach derzeitigem Kenntnisstand ist eine Übertragung des Coronavirus über die öffentliche Trinkwasserversorgung höchst unwahrscheinlich.

„Die Trinkwassergewinnung bietet zu jedem Zeitpunkt durch das Multibarrieren-Prinzip und durch die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik einen weitreichenden Schutz auch vor unbekannten Organismen und chemischen Stoffen. Insbesondere sind hier die Bodenpassage und die Partikelfiltration als wirksame Schritte hervorzuheben.

Die Morphologie und chemische Struktur des SAS-CoV-2 ist anderen Coronaviren sehr ähnlich, bei denen in Untersuchungen gezeigt wurde, dass Wasser keinen relevanten Übertragungsweg darstellt. Diese behüllten Viren zeigen im Wasser verglichen mit Enteroviren eine geringere Persistenz und sind leichter zu inaktivieren als Noro- oder Adenoviren. Auch das Risiko einer direkten Übertragung von Coronaviren über Faeces infizierter Personen erscheint gering, bis heute ist kein Fall einer fäkal-oralen Übertragung des Virus bekannt.“

Die vollständige Stellungnahme des Umweltbundesamtes ist zu finden unter:  Stellungnahme Umweltbundesamt zu Corona